Gegner des Regelsatzes wird es freuen: der Hartz-4 Regelsatz wurde vom Sozialgericht in Berlin für verfassungswidrig befunden, aufgrund seines Verstoßes gegen das Existenzgrundrecht

 

Der Streit um den Regelsatz ist nicht neu. Bereits 2010 wurden vom Bundesverfassungsgericht Hartz-4 Leistungen als verfassungswidrig verworfen. 2011 trat dann eine Neuregelung in Kraft. Nach und nach wurden die Regelsätze erhöht und um Teilhabeleistungen für Kinder ergänzt.

Anlass für die neue Debatte war ein Streitfall um eine dreiköpfige Familie aus Berlin, die aufgrund der angeblich zu geringen Leistungen geklagt hatte.

Die Kläger aus Neukölln können keine höheren Leistungen beanspruchen. Das Gericht hat allerdings die geltenden Vorschriften infrage gestellt.

Der Beschluss des Sozialgerichtes

Die aktuell geltenden Regelsätze sind laut Gericht um 36 Euro zu niedrig und stellen damit eine Verfassungswidrigkeit dar. Somit wird der Leistungssatz vom Bundesverfassungsgericht künftig neu festgelegt werden müssen.

Die Berechnungen seien angeblich von vornherein falsch kalkuliert, da besondere Bedarfsverhältnisse, wie zum Beispiel von Familien, nicht berücksichtigt werden und man von undurchsichtigen Statistiken ausgehe. Als Referenz habe man zum Beispiel Gruppen von Alleinstehenden oder auch Erwerbstätige mit aufgestocktem Bezug herangezogen.

Inwiefern die bisherigen Leistungen ausreichen würden, sei nicht hinreichend belegt. Zudem gebe es ungerechtfertigte Kürzungen einzelner Ausgabeposten, so dass den Betroffenen eine angemessene Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verwehrt sei, die durch das Existenzminimum aber möglich sein müsse.

Weitere Aussichten

Allerdings bedeutet der Beschluss des regionalen Sozialgerichtes nicht, dass die Klage auch auf Bundesebene durchgesetzt werden kann, Experten sehen dies sogar eher als unwahrscheinlich an.

In Regierungskreisen ist man nach wie vor der Ansicht, dass es keinen Grund gebe, die Verfassungsmäßigkeit der durchgeführten Berechnungen anzuzweifeln. Von Seiten der Gewerkschafts- und Wohlfahrtsverbände wird die Übertragung an das Bundesverfassungsgericht natürlich begrüßt.

Umstritten ist vor allem auch die Begründung des Gerichtes, dass auch Geld für die Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen gezahlt werden müsse, aus Regierungskreisen nicht nachvollziehbar.

Das Problem ist bekannt und wird auch immer wieder diskutiert. Kann mit Hartz 4 ein vernünftiges Leben geführt werden? Wie sieht es bei den Großfamilien aus?

Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben alle erwerbsfähigen und hilfsbedürftigen Personen im Alter zwischen 15 und 65 Jahren haben einen Anspruch auf das Arbeitslosengeld II. Ein Anspruch kann auch bestehen, wenn das Arbeitslosengeld zum Lebensunterhalt nicht ausreicht, also unter dem errechneten Bedarf liegt. Dann wird der Betrag bis zum errechneten Bedarf durch das Arbeitsloengeld II aufgestockt.

Auch wenn Sie niemand prinzipiell zum Umziehen zwingen kann – manchmal ist es dennoch vonnöten, die Wohnung zu wechseln. Etwa, wenn man seinen Job verliert und in einer Wohnung lebt, die vom Jobcenter als zu teuer eingestuft wird.
Ein Umzug kostet Geld und Nerven©flickr.com/~konny
Beim Bezug von Arbeitslosengeld I muss das noch nicht unbedingt ein Rolle spielen, aber spätestens wenn der Anspruch auf Arbeitslosengeld I ausläuft und man gezwungen ist, Hartz IV zu beziehen, kann es eng werden.

Viele Menschen, welche die Sozialhilfe Hartz IV vom Staat beziehen, kennen folgendes Problem.
Für sie scheint es unmöglich an einen Job heranzukommen, da sie mehrfach Absagen erhalten.
Aus diesem Grund hat der Staat den “Ein-Euro-Job” organisiert.
Ein Euro Job für viele Menschen Hoffnung©flickr.com/Skley

Dieser soll Menschen, die schon lange auf Arbeitssuche sind, für einen geringen Lohn wieder in den Arbeitsmarkt integrieren. Diese Maßnahme hat sich zur Aufgabe gestellt, die Menschen wieder an einen strukturierten Tagesablauf und an ein regelmäßiges Arbeiten zu gewöhnen, sodass sie beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt mit weniger Problemen konfrontiert werden.

Das Arbeitslosengeld II, auch Hartz IV genannt, ist als Sozialleistung konzipiert. Als Grundsicherung für Arbeitsuchende ist die Regelung dem Sozialgesetzbuch – Zweites Buch zu entnehmen.
Agentur für Arbeit©flickr.com/liebeslakritze
Bei der Berechnung sind klassische Sozialhilfekriterien maßgeblich: Der Regelbedarfssatz, die Angemessenheit von Wohnraum, die Anrechnung von eigenen und fremden Einkünften sowie von Vermögen oder die Berechnung von Mehrbedarf.

Unter Hartz IV Aufstockung versteht man den Betrag, den Arbeitnehmer beim Jobcenter beantragen können, wenn ihr Gehalt zum Leben nicht ausreicht.
Zweihundert Euro©flickr.com/Public Domain Photos

1. Hartz IV Aufstockung Antrag

Hartz IV erhalten Bedürftige auf Antrag. Das ist der Fall, wenn man bestimmte Vermögens- und Einkommensgrenzen nicht überschreitet: 150 Euro pro Lebensjahr plus ein angemessenes Kraftfahrtzeug von höchstens 7.500 Euro im Wert sind zulässig. Dazu wird das Einkommen abzüglich einiger Freibeträge angerechnet.

Hartz IV Regelsatz

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In unseren heutigen Zeiten sind leider viele Bürger nicht mehr in der Lage, für Ihren Lebensunterhalt alleine Sorge zu tragen. Die Gründe hierfür sind so vielfältig wie das Leben selbst. Diese große Gruppe ist nunmehr auf staatliche Unterstützung in Form der Hartz IV Regelsätze angewiesen.
Der Bundesadler©flickr.com/Markusram

Hartz IV Freibetrag

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Nichts ist ärgerlicher, als wenn man beim Arbeitslosengeld II (ALG II) Probleme mit der Arbeitsagentur bekommt und aus Unwissenheit gegebenenfalls Kürzungen und Strafen hinnehmen muss. Deshalb sollte man sich im Vorfeld gut informieren.
Geld spielt eine große Rolle©flickr.com/Image_of_Money

Neben der laufenden Hilfe zum Lebensunterhalt, gehört zu den Leistungen laut Sozialgesetzbuch 2 (SGB II) die Übernahme der Kosten für eine angemessene Unterkunft durch das zuständige Jobcenter.
Wie groß darf die Wohung sein?©flickr.com/konny

Das Bildungspaket für Empfänger von Hartz IV Es war der Bericht des UN-Sondergesandten für Bildung, Vernor Muñoz, der kritisierte, dass es in Deutschland einen Zusammenhang zwischen sozialem Status der Eltern und dem Bildungsstand deren Kinder gibt, der eine Welle des Entsetzens auslöste.
Kinder brauchen Freizeitgestaltung©flickr/its_uli
Nach ähnlicher Kritik des Bundesverfassungsgerichts handelte das Bundesarbeitsministerium endlich.

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